Südeuropa Rundreise 2012

Mitte Mai 2012 ist es endlich soweit. Nach Operationen an beiden Augen, dem Kauf einer neuen Sehhilfe und, und, und …. sind wir endlich Abfahrtbereit.

Doch Heidy fehlt heute. Sie ist noch mit ihren Schwestern auf einer Fahrradtour unterwegs in der March. Endlich herrscht schönes Wetter mit Temperaturen über 30 Grad und dies bereits im Wonnemonat Mai.

Für mich heisst es noch schnell aber vorausschauend die in den nächsten Wochen anfallenden Finanz-Geschäfte zu erledigen. Dort geschätzte Fr 2‘000.- auf ein Kreditkartenkonto überweisen , den ersten Teil der im Juni anfallenden Steuern der Gemeinde bar begleichen und mit den gesparten Fr 9‘000.- noch schnell zur Post.

Im „Gemischtwarenladen der Post“ erwartet mich gerade die alleine anwesend Posthalterin im ungesicherten „Kiosk-Raum“ wo sie sich entschuldigte, ich müsste mich noch etwas gedulden. Sie komme Gleich?

„Na klar“ geht es mir durch den Kopf, im Aldi müssen sie auch die leeren Verkaufsgestelle immer wieder auffüllen. Aber bei der Post? Früher lautete die Devise, dass niemals bei einer geöffneten Poststelle der gesicherte Raum des Posthalters verwaist sein darf. Die Gefahr eines Postüberfalls muss aus polizeilicher Sicht immer im Sicherheits-Dispositiv mitberücksichtigt werden. Dispositiv hin oder her, wenn es ums Geld geht die mit dem Verkauf von ein paar Ansichtskarten erzielt werden könnten darf heute auch die Sicherheit der Post mitsamt ihren Angestellten auf der Strecke bleiben. Ich frage mich nur, warum verschanzen sich denn noch immer manche Postangestellte hinter Panzerglas? Dieses Geld könnte man doch auch anderweitig ausgeben! Beispielsweise zum Angleichen von Frauen-Löhnen!

Am Muttertag des 13. Mai packen wir also unseren Camper und – weil es so gut lief – fahren wir bereits gegen 1600 Uhr los Richtung Süden. Es ist erfreulich wie der 3,5 Tonnen Fiat-Ducato im 4. Gang vollgeladen und voll getankt den Kübliser-Stutz vor Saas hoch fährt und dann im langen Tunnel behend verschwindet. So sind wir noch vor dem Eindunkeln im Camping Cul in Zernez.

Die Temperaturen sinken in der folgenden Nacht auf minus 4.2 Grad. Wir müssen hier noch unseren Wohnwagen an den richtigen Platz stellen darum haben wir eigentlich auch diesen kleinen Umweg ins Engadin auf uns genommen.

Doch unsere Rangierhilfe will nicht funktionieren. Vier Personen versuchen bereits vergeblich den Wohnwagen ein Stück weit von Hand zu bewegen. Doch nichts geht. Weder ein Batteriewechsel an der Fernbedienung noch das Auswechseln der Hauptbatterie führte zum Erfolg. Die Anzahl von hilfsbereiten Männern nimmt von Minute zu Minute zu.

Doch plötzlich die zündende Idee eines holländischen Campeurs und Proffessors: „Vielleicht sollte man es einmal mit dem Umstecken des dafür vorgesehen Kabels versuchen“ meinte er und dies veränderte schlagartig die Situation. Mit sichtlich gewölbter Brust auf der einen und beschämender Eitelkeit auf der anderen Seite war die grosse Aufgabe nun plötzlich schnell erledigt.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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