Inn – Der grüne Fluss aus den Alpen

Der Lunghinpass in der Schweiz ist eine Dreifachwasserscheide. Hier beginnt der Inn, der längste und wasserreichste Fluss der Alpen, seine Reise durch drei Länder – 517 Kilometer von der Schweiz durch Österreich nach Deutschland, wo er dann bei Passau in die Donau fliesst.

Ein österreichisches Filmteam hat das Leben am Inn mit der Kamera dokumentiert und eine aussergewöhnliche Artenvielfalt beobachtet. Hier leben Schneehühner, Murmeltiere, aber auch Wildgänse und Biber. Er ist ein Fluss mit vielen Gesichtern und vielen Geschichten – der Inn. Er verwandelt sich vom Gletscherbach im Hochgebirge in einen grossen Strom im Voralpenland. Sein Wasser stürzt über turmhohe Felsen in die Tiefe und plätschert beschaulich durch Seengebiete und Auwälder. Regisseur Franz Hafner ist fasziniert: «Mich hat die Vielfalt der Tiere und Pflanzen beeindruckt, die entlang des Inns leben: Ich kenne keinen anderen Fluss, an dessen Ufern man Schneehühner und Murmeltiere, aber auch Wildgänse und Biber beobachten kann.»

Die Erzählung beginnt im Engadin – im Spätwinter, wenn Schnee und Eis zu schmelzen beginnen – und endet am Ende des Sommers in Passau, wo sich der Inn mit der Donau zu einem grossen Strom vereint. Es ist eine Reise durch Naturparadiese und Kulturregionen. So folgt die Kamera zunächst im Engadiner Quellgebiet den Steinböcken und Schneehühnern. In den dunklen Schluchtwäldern stehen Uhu und Wasserfledermaus im Mittelpunkt. Um Biber, Fischotter und die grossen Kolonien der Lachmöwen geht es schliesslich, wenn die Reise in Schilfwälder und Auen voller Sandinseln und Weidendickichte führt.

Doch auch die Eingriffe durch den Menschen sind Thema des Films: die Regulierungen und Veränderungen des Flusslaufes oder die Kraftwerke und ihr Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt. Regisseur Franz Hafner: «Der Inn ist ein Fluss in Menschenhand. Uferverbauungen und 23 Kraftwerke haben ihn von Grund auf verändert. Dennoch hat er seine Kraft nicht verloren.

DOK vom 08.03.2012

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