Aktionstage „Occupy Wall Street“

Seit vier Wochen hält die Bewegung Occupy Wall Street (»Besetzt die Wall Street») New York in Atem und hat mittlerweile auch Nachahmer in anderen Teilen der Welt gefunden. Die Menschen protestieren gegen die Macht der Banken, verlangen höhere Steuern für Reiche und Verbesserungen im Sozialsystem. Unterstützt wird die zusammengewürfelte Truppe der Protestler von Gewerkschaften.

In dutzenden Ländern weltweit sind Menschen am Aktionstag vom 15. Oktober 2011 gegen die «entfesselten Finanzmärkte» auf die Straße gegangen. In Deutschlands Bankenmetropole Frankfurt zogen Tausende vor die Europäische Zentralbank.

Stoppt die Gier

Über 1000 Personen besetzten in Zürich den Paradeplatzplatz. Die Demonstranten hatten am späten Samstagnachmittag an einer Vollversammlung beschlossen, den grössten Finanzplatz der Schweiz vorerst nicht von sich aus zu räumen. Die Besetzung soll auch nächste Woche andauern. Fordere die Polizei die Aktivisten auf zu gehen, wolle man auf den Lindenhof umziehen.

Der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, besuchte unterdessen erstmals Demonstranten im Bostoner Park Dewey Square. Nach seinem Besuch habe er mehr Verständnis für die verschiedenen Standpunkte und die Sorgen über Arbeitslosigkeit, Gesundheitsversorgung und den Einfluss des Geldes in der Politik.

Der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann forderte von den Ländern der Eurozone eine schrittweise Haushaltskonsolidierung zur Bewältigung der Krise. Zudem sprach er sich für eine Reform der europäischen Verfassung aus. «Ich glaube, wir kommen nicht darum herum, eine wesentlich intensivere politische und wirtschaftlichere Integration zu schaffen», sagte er laut «BamS». Dies erfordere aber auch verfassungsrechtliche Veränderungen. «Wenn wir mehr Kompetenzen nach Brüssel delegieren wollen, müssen wir über Verfassungsänderungen nachdenken», sagte er.

Tagesschau vom 15.10.2011

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1 Antwort zu Aktionstage „Occupy Wall Street“

  1. Boris sagt:

    Die Deutsche Bank tut ja so als ob die Menschen vergessen hätten, was für dubiose Geschäfte sie eigentlich vor der Krise eingegangen ist und keineswegs in der Position ist, sich als weißer Ritter dar zu stellen nur weil sie schwarze Zahlen schreibt.

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