Quer durch Griechenland (Alexandropolis – Epanomi (Thessaloniki) …

Am Donnerstag nehmen wir die etwa 400 Autobahnkilometer nach Thessaloniki oder genauer gesagt Epanomi unter die Räder. Hier soll uns nach dem Kloopapierstrand von Alexandropolis (Aussage von Heidy) ein Traumstrand winken.

Gut gerüstet und vollbeladen mit Trinksame aus dem Lidl-Laden von Alexandropolis geht es auf der E90 in Richtung Westen. Die Holperei wie in der Türkei hat merklich nachgelassen und wir können auch verschriftsgemäss wieder die rechte Spur verwenden.

Beim nächsten Tankstopp für Euro 1.63 den Liter Euro-Diesel wird auch gleich noch 6 Atü Luft in alle vier Reifen gepumpt. Damit scheint die Seitenwindempfindlichkeit des Ducato ebenfalls beseitigt zu sein. Allerdings nur bis zur Einfahrt des Verkehrs aus Bulgarien. In der Steigung kurz vor Thessaloniki haben die bulgarischen LW tiefe Spurrinnen „eingefräst“. Einmal drinnen und man kommt fast nicht mehr raus. Rumlungernde Bulgaren an den Tankstellen hatten wir schon und jetzt werden wir sogar noch von bulgarischen Spurrinnen „attackiert“. Einmal Türkei und retour reicht uns für dieses Jahr.

Heidy‘s Traumstrand liegt im Süden von Thessaloniki. Also zweimal mitten durch oder zweimal rundherum, nämlich heute beim Feierabendverkehr und morgen bei Arbeitsbeginn. Also gut, wir haben Ankara und Istanbul geschafft und werden auch Thessaloniki schaffen. Allerdings wartet hier dichterer und viel mehr Verkehr auf uns und dies erst noch auf viel engeren Spuren. Griechenland beginnt eben ab sofort zu sparen: An der Spurbreite.

Dafür geben sie noch immer viel Geld für neue Verkehrsführungen aus. Soviel, dass unser Navi immer wieder in der Ansage stockt weil es feststellt, dass da eine Einbahnstrasse ist und dort ein Feldweg aufgehoben wurde. Jedenfalls erreichen wir gegen Abend unseren Platz bei Epanomi ohne eine holperige Strecke befahren zu müssen.

Heidy hat einen Volltreffen gelandet. Es ist wirklich ein Traumstrand, allerdings mit einem 2D Livekonzert aus Riesenlautsprechern. Gestern erlebten wir Livegeschrei von Dutzenden von Kindern und heute?

Nachts wache ich mehrmals auf weil das Livegejohle – nicht etwa von Kindern – sondern von Erwachsenen für Erwachsene noch immer tönt. Strandferien sind eben definitiv nichts für Müssiggänger und Faulenzer. Hier wird Durchstehvermögen verlangt und das haben die „Komposchti“ und „Gruftis“ sowieso nicht?

Dafür können sie noch immer früh aufstehen und altes Brot vom Vortag mit Konfi „schmieren“ wenn die anderen noch am bach(k)en sind.

Wir jedenfalls geraten so direkt in den Arbeitsverkehr und dank Heidy und Navi auch wieder raus. Nachdem wir den Verkehr zur Grossstadt hinter uns gelassen haben, Euro 6.- bezahlten geht es auf der E90 alsbald wieder aufwärts. Eine fantastische Autobahn mit zahlreichen Tunnels bringt uns von Meereshöhe auf über 800 müM. Und dies im 6. Gang und mit 100 km/h. Toll, was heute alles (der Dukato) möglich macht.

Jäh werden wir nach Verlassen der Autobahn und hinunter nach Trikala und den Meteora-Klöstern daran erinnert wie es früher war. Schmale Bergstrassen mit heute natürlich viel mehr Schwerverkehr. Den 6. Gang können wir in Pension geben dafür ist Gang 2 bis maximal 3 gefragt. Kurvig, steil bergab und entgegenkommende Lastwagen welche am Berg keinen Kilometer an Geschwindigkeit hergeben und selbst unübersichtliche Kurven noch links fahrend andriften verlangen von uns dafür besondere Vorsicht.

Nicht verwunderlich, dass Heidy noch immer auf dem Garden Camping von Kalampaka die Lautsprecher ausfindig macht welche Vogelgezwitscher verbreiten sollen. Ich warte sehnlichst darauf, dass dieselben Vögel unsere Sonnenstore nicht mehr verschei…. Entschuldigung verdrecken wird.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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