Kusadasi – Bodrum/TR

Rückblickend betrachtet haben wir vor 24 Jahren am genau gleichen 6. Juni wie heute den Oender-Camping in Kusadasi verlassen. Damals war Samstag und heute Montag wollen wir gleichsam nach Bodrum reisen.

Lisbeth und Karl haben sich vor 9 Uhr verabschiedet und werden direkt nach Marmaris reisen. Morgen werden wir uns dort wieder treffen.
Wir aber suchen zuerst noch die Garanti Bankasi AS auf wo wir die Fr. 500.- gegen TL 921.99 tauschen. Gerne hätte ich vom Innern der Bank eine Fotoaufnahme gemacht, doch der Sicherheitsbeamte lehnte dies ab.

Anfänglich kommen wir auf einer 4-spurigen Schnellstrasse gut voran, dann sind etwa 50 km Baustelle angesagt. Nach Milas erwartet uns eine neu ausgebaute 4-spurige Strasse entlang einer herrlichen Landschaft inkl . Bucht mit Inseln. Wir machen Rast an einem schönen Aussichtspunkt und nehmen die Kamera hervor. O weh, Heidy hat die Kamera ins fahrzeugeigene Handschuhfach gelegt, welches eigentlich nur für das Kühlen von Getränken vorgesehen ist. Die Kamera streikt und kann nicht mal mehr eingeschaltet werden. Nach einer Weile ist sie jedoch wieder in Ordnung aber noch total blind. Wir sind gespannt auf die Bilder die wir bei 35 Grad und einem Temperaturunterschied von etwa 30 Grad trotzdem machen.

In Bodrum führte uns unser Navi genau zum angepeilten Campingplatz. Wir dachten bereits nach dem links rechts Kursus durch das schmale Gümüslück das Gerät spinne wieder als wir linkerhand das Tor zum Camping entdeckten.

In der Bucht suchen wir nach unserem vor 24 Jahren besuchten Campingplatz. Der ist jedoch leider verschwunden bzw. total überbaut. Einzig der Schiffsbau am gleichen Ort hat sich massiv erweitert und der lag ja gerade angrenzend. Der jetzige Restaurateur wollte uns unbedingt seine Fotos zeigen auf welcher wir auf einer einzigen Fotos den Campingplatz noch ausmachen können. Sie liegen allerdings erst ca. 10 Jahre zurück. Am Abend werden wir nochmals voreischauen und dem Treiben in der Werft zuschauen.

Sie sind gerade dabei, ein revidiertes Bodrum-Schiff auf einem Slip und mithilfe einer Seilwinde und einem Flaschenzug Richtung Wasser zu ziehen. Der Schiffseigner bereits im Boot hoch oben sitzend muss dabei immer mal wieder ein paar Noten an die Arbeiter zahlen. Das Flattern der Noten hört erst auf, als das Schiff schwimmt und der Besitzer sein Schiff selbst steuern kann. Doch die sechs Helfer verzögern diesen Vorgang und sitzen demonstrativ um das Schiff herum. Für zwei Noten geht es wieder etwa 2 Meter weiter. Je näher das Wasser rückt, desto kürzer wird die Strecke. Mithilfe von unterlegten Balken steuern sie den Kahn und sind so Kapitän des Schiffs.

Wir haben längst das naheliegende Restaurant aufgesucht und sind an einem kühlen Bier trinken, als wir beobachten können, dass das Schiff schwimmt und bereits der Slip mit der Seilwinde wieder aus dem Wasser gezogen wird.

Etwas später erreicht uns ein SMS von Lisbeth und Karl aus Marmaris. Sie sind mit Camping nicht zufrieden und wollen morgen einen Andern aufsuchen. Wir einigen uns auf Kas und werden uns morgen also nicht in Marmaris sondern in Kas wieder treffen.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
Dieser Beitrag wurde unter Reisen, Türkei, Türkei Reiseberichte abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.