Ephesos bei Selcuk Türkei

Weil wir mit unserem Camper relativ weit draussen im Sand standen, mich zudem andere auf die Gefahren des Einsinkens hinwiesen, war die Nacht für mich nicht sonderlich ruhig verlaufen. Immer wieder dachte ich an einen ähnlichen Vorfall, den wir vor Jahren mit dem alten 4×2 Camper in Korsika erlebten. Einen halben Tag Sand budeln, das in grösster Hitze und in meinem Alter? Ich bin doch schliesslich vom Sandkasten entwöhnt?

Bereits um 0600 Uhr stand ich auf nachdem ich das Konzept „Zurück auf festen Boden“ zurechtgelegt hatte. Eine Chance loszukommen bestand. 1. + 1.: Ja nicht wieder spulen oder „tschaggeren“ wie man im breiten Zürcher-Dialekt sagt sonst sitzt du definitiv in der Tinte bzw. im Sand. Noch schnell ein Brett unter das kritische Rad klemmen, einen Teppich darunter und einen weiteren auf den Boden für die Verstärkung der Sandoberfläche für die nächsten 5 Meter Fahrt. Wenn’s los geht ja nicht anhalten. Augen zu und durch!

Motor marsch, Rückwärtsgang rein, Kamera einschalten, etwa 1500 Touren, Handbremse lösen und gleichzeitig Kupplung loslassen.

Juhui, unser Ducato bewegt sich in die richtige Richtung. Nämlich nach hinten und nicht nach unten in den Sand wie gestern. Sofort denke ich, vielleicht hat gestern einfach das bisschen Feuchtigkeit auf dem Sand/Grasgemisch gefehlt und heute Morgen ist es vorhanden!

Vereinbarungsgemäss fahren wir Vier mit dem Dolmus diesmal für TL 2.5 nach der Ausgrabungsstätte von Ephesos. Die ionischen Griechen gründeten die Stadt im 2. Jahrtausend vor Christi am Kerossos-Hügel der damals noch vom Meer umspült war. Gegenüber 1987 hat sich Ephesos zwar gewandelt, weil aber heute viel mehr Baustellen von viel mehr Leuten besichtigt werden, nicht unbedingt zum Guten. Aber urteilen sie doch selbst. So sah Ephesus gestern und zum Vergleich heute aus.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
Dieser Beitrag wurde unter Reisen, Türkei, Türkei Reiseberichte abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.