Lillehammer – Strömstad (S) – (340km)

Einmal mehr ist unser Wunsch nach schönem Wetter (noch) nicht erfüllt worden. Der Himmel hat sich in der Nacht, nach einem wunderschönen Sonnenuntergang (23.00 Uhr) von gestern, überzogen und es ist bewölkt. Gut, man muss immer das Positive suchen und feststellen….. es regnet nicht!

Nach dem Frühstück besuchen wir noch die Innenstadt von Lillehammer. Bald finden wir einen Parkplatz nur einige Schritte von der autofreien Hauptstrasse Storgata. Wir spazieren noch ein paar Minuten durch diese Einkaufsstrasse und betrachten links und rechts die paar noch vorhandenen alten Holzhäuser. Wie viele andere Städte von Norwegen, wurde auch Lillehammer während dem 2. Weltkrieg durch die Deutsche Wehrmacht bombardiert und teilweise zerstört.

Dann machen wir uns auf für den ersten der drei geplanten Rückreisetage zurück in die Schweiz. Wir wollen in der ersten Etappe bis Strömstad (Schweden) fahren, uns auf diesem wunderschönen Campingplatz noch einen Ruhetag gönnen, bevor wir dann am Freitag mindestens bis Hamburg und einen Tag später in einem Rutsch zurück nach Zürich wollen. Wir haben uns für die Strecke Strömstad – Göteborg – Malmö – Kopenhagen – Roedby, und von hier die Fähre nach Puttgarden, entschieden. Wir haben die Fähre gleich über das Internet gebucht, man weiss ja nie wie es an einem Freitag steht.

Doch vorerst fahren wir auf der E6 südwärts dem Mjosasee entlang. Er ist ein sehr grosser, langer See und reicht von Lillehammer bis weit über Hamar hinaus. Die Strasse ist in einem guten Zustand, der Verkehr nimmt aber laufend zu, je näher wir uns der Hauptstadt Oslo nähern. Das Tal weitet sich immer mehr, links und rechts von langgezogenen, bewaldeten Hügeln eingerahmt. Nach unseren spektakulären Fahrten gibt diese Strecke nicht mehr viel her. In Hamar legen wir eine kleine Pause ein und sehen uns die riesige Olympiahalle von aussen an. Wir haben Glück mit dem Wetter – es hat sich zusehend gebessert, die Wolken sind verschwunden und haben dem blauen Himmel Platz gemacht.

Weiter geht es auf der E6 in Richtung Oslo. Auf diesem Abschnitt wird die heute noch zweispurige Strasse zur Autobahn ausgebaut. Auf kilometerweiten Strecken sind mal links, dann wieder rechts riesige Baustellen. Die Strasse muss total in den felsigen Boden hineingesprengt werden. Ein Stück dieser neuen Autobahn ist bereits fertig gestellt und befahrbar – kaum darauf kommt natürlich bereits die automatische Zahlstelle in Sicht. Auf der sogenannten Ringstrasse um Oslo herum hat es sehr viel Verkehr und es wäre dringend nötig, wenn sich Norwegen hier etwas einfallen lassen würde. Ich habe nämlich noch nie gesehen, dass es auf einer vierspurigen Ringstrasse Bushaltestellen und Erdbeerstände an kleinen Ausbuchten hat…..!

Auch sind die Tempolimiten von 90 und 100 auf den norwegischen Autobahnen sicher zu niedrig, fahren doch die Lastwagen auch mit fast 100 Sachen herum, was ein Ueberholen dann mühsam macht.
Die Grenze nach Schweden bildet eine Brücke, die mit einem hohen Bogen zwischen der Autobahn symbolisiert ist.

Markus beim Blog-Schreiben

Jetzt sind wir wieder auf dem 5-Sterne Campingplatz Daftö bei Strömstad und haben einen wunderschönen Platz mit Sicht auf die Schärenlandschaft. Natürlich sind wir diesmal nicht so alleine wie im September, doch die effektive Saison beginnt hier erst am 26. Juni 2010. Wir geniessen die Sonne und ruhen uns etwas aus. Es geht immer eine frische Brise vom Meer her und es ist nur 20 Grad.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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