Sonntag, 27. September 2009 – Norwegen 2009


Sonntag, 27. September 2009 – Stockholm

Ich glaube, der Wind legt sich nie in Skandinavien! Auch in dieser Nacht hat der Wind an unserem Womo gerüttelt und die Kleidung ist alles andere als einfach – was ziehen wir an? Bläst der Wind, so ist es gleich einmal kühl und man kann sich schnell erkälten – Hatschi – Gesundheit! – Danke! – der Hatschimacher bin zur Zeit ich selber. Ist die Sonne am Himmel, ist es sogleich warm und man weiss wieder nicht wohin mit den „vorigen“ Klamotten. Schon bevor wir das Womo definitiv verlassen haben, spüren wir bei den ersten kräftigen Windstössen, dass wir uns zuwenig angezogen haben. Also das ganze zurück, Jeanshemd weg und dann in die graue Fleecejacke hinein, die Velo-Regenjacke darüber. Dann den Weg zur Metro, Billet kaufen (1 Weg kostet sKr. 40.-) und hinein in die 13 zur Centralstation.
Im Gegensatz zu Norwegen sind in Schweden die ÖV bestens angeschrieben und man findet sich als Tourist sehr gut zurecht.

Was wir wollen, wissen wir, nur wo er überall abfährt, das ist noch die grosse Frage. Wir haben im Prospekt gelesen, dass es eine Bus-Sightseeingtour Hop-on Hop-off gibt. Zwei Linien fahren kreuz und quer durch Stockholm und stoppen an mehr als 10 verschiedenen Punkten. Man kann jederzeit die Fahrt unterbrechen und in frühestens 30 Minuten wieder in einen späteren Bus einsteigen.
Schnell haben wir die nötige Information gefunden und auf geht die Fahrt auf der gelben Linie. Wie jede Stadt die an einem See oder sogar Meer liegt, gefällt mir auch Stockholm sofort. Überall glitzert das vom Himmel tief blau spiegelnde Wasser, dahinter erscheint die Skyline von Stockholm. Brigitte hingegen kann etwas weniger mit der Hauptstadt Schwedens anfangen. Wir fahren zuerst die ganze Route ab und steigen danach an den für uns interessanten Stellen aus. Und es ist so wie eingangs erwähnt – mal scheint die Sonne, also Jacke weg, dann wieder bläst kräftig der Wind, Kamera ablegen, Jacke wieder anziehen und das geht mehrere Male so…..!

Beeindruckend ist vor allem die Tatsache, dass mehr als 20% der Einwohner Schwedens, nämlich 1.9 Mio. in der Hauptstadt wohnen. Das bestätigt unsere gestrige Feststellung, dass sogar Südschweden auf dem Land fast menschenleer ist. Schweden ist natürlich mit rund 20 Einwohner/km2 gegenüber der Schweiz mit 183 Einw./km2 allgemein sehr dünn besiedelt.
Erst jetzt ist mir auch klar geworden, dass wir wieder die „Seite“ gewechselt haben und wir uns an der Ostsee befinden. Wobei natürlich wieder geografisch abzuklären wäre, ob Strömstad wirklich an der Nordsee liegt oder nicht. Dort befindet sich die Schnittstelle von Kattegat und Skagerrak.

Nach mehr als 3 Stunden laufen und stehen, sind wir müde und froh, als wir in der zweiten, blauen Linie endlich wieder einmal im Bus sitzen können. Wir besuchen das Vasa-Museum und sind fasziniert über die Grösse des Kriegsschiffes. Die Vasa ging am 10. August 1628 im Stockholmer Hafen unter – dem Tag, an dem es seine Jungfernfahrt antreten sollte. Nach 333 Jahren auf dem Meeresgrund konnte das Wrack im Jahre 1961 geborgen und wieder restauriert werden. Es besteht zu 95 % aus Originalteilen. Leider hatten wir viel zuwenig Zeit, denn in 30 Minuten kam der letzte Bus.

Gegen 18.00Uhr kamen wir hundemüde wieder auf dem Campingplatz an. Dank einem von Brigitte gut zubereiteten Schweinsfilet mit Beilagen kamen wir wieder zu Kräften, sodass ich jetzt diesen Bericht noch schreiben kann.

Zum Campingplatz ist nicht viel zu sagen. Für einen Stadtplatz ist er überraschend gut und mit 4 Sternen ausgezeichnet. Nach genauerem Hinschauen allerdings muss man verschiedene Abstriche machen – die Pflege der Anlage ganz allgemein lässt etwas zu wünschen übrig. Er ist aber sauber und ruhig – was für uns immer das Wichtigste ist, obwohl wir mit unserem Womo auch total autark sein könnten.
Was wir morgen tun werden, steht noch in den Sternen – ohhh pardon die Sterne fehlen ja am Himmel…… es ist zur Zeit bedeckt.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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