Samstag, 26. September 2009 – Norwegen 2009


Samstag, 26. September 2009 – Strömstad, Ed, Stockholm

Wieder einmal heisst es Abschied nehmen von DEM Superplatz von ganz Schweden, so haben wir es uns sagen lassen.
Wir haben im Blogg von Thomas und Maja gelesen, dass sie am Samstag nach Ed in einen Elchpark fahren wollen. Da wir noch einen „Abstecher“ (500km) nach Stockholm machen wollen und Ed sozusagen am Weg liegt, möchten wir die beiden überraschen.
Gegen 12.00 Uhr haben wir den Park gefunden und laufen zum Eintrittsgebäude. Rein zufällig steht Thomas gleich hinter der Türe und sieht sich im Souvenirladen um. Mit ein paar Züri-Dütsch Wörtern gehe hinter Thomas in den Laden. Die Überraschung ist uns total gelungen, Thomas dreht sich erstaunt um als er meine Stimme hört und auch Maja hat uns sofort erkannt und lacht. Sie haben zwar den „Park“ – so gross ist er nun auch wieder nicht – schon gesehen, aber wir gehen zusammen an die Gitter der Elchgehege. Die alten Elche sind abgesondert, sie sind in der Brunstzeit und können deshalb unberechenbar und sogar gefährlich für Besucher sein. Zwei jüngere Elche sind im Gehege und in einem andern 4 kleine Jung-Elche. Der Geruch des einen Teenagers ist so penetrant, dass wir uns gerne den 4 Kleinen zuwenden.

Nach einem Plauderstündchen bei einer Tasse Tee resp. Kaffee gehen wir wieder jeder seinen Weg. Thomas und Maja werden „unseren“ Campingplatz Daftö in Strömstad aufsuchen und wir wenden uns gegen Osten in Richtung Stockholm.

Wir durchqueren Südschweden von West nach Ost, fahren an unzähligen Seen vorbei. Es kommt mir vor, als fahren wir über ein weit auseinander gezogenen Wellblech. Südschweden ist nicht ganz flach, sondern eine leicht gewellte Landschaft, die durch Hügelzüge in nord-süd stehender Lage, durchzogen wird. Wir durchfahren riesengrosse Waldgebiete mit Mischwald, dazwischen grosse landwirtschaftliche Flächen mit grossen Höfen, fahren an kleinen und grösseren Seen vorbei. Oft sieht man fast kilometerlange Kornfelder, dann wieder Weiden mit Pferden, Kühen und Schafen. Auch taucht am Strassenrand von Zeit zu Zeit immer auch mal ein Elch auf, aber leider nur auf Strassentafeln. Lebend haben sie sich uns nicht gezeigt. Wir haben aber mehr als 25 Rehe gezählt, die rechts und links auf den Wiesen ästen. Es ist eine interessante Landschaft, auf die Dauer aber wirkt sie nach dem abwechslungsreichen Norwegen fast etwas langweilig.

Auf der E45 umfahren wir den riesigen Vänernsee, kommen automatisch auf die von Oslo kommende E18. Allgemein erscheinen uns die Strassen als sehr breit, wir haben in Norwegen kaum je so breite Strassen befahren. In Örebro wechseln wir auf die Autobahn E20, die von Göteborg kommt. Während die E18 mehrheitlich abwechselnd 3-spurig geführt wird, ist die E20 vierspurig ausgebaut. So kommen wir doch noch kurz nach dem Einnachten im Vorort Bredäng auf dem Campingplatz an.

Das Wetter ist schön geblieben und der in Strömstad fast 24 Stunden pro Tag anhaltende Wind ist während der Fahrt immer mehr zurück gegangen und hat sich in Stockholm gelegt. Seitenwinde mit einem Womo sind nicht gerade das Gelbe vom Ei!
Zudem hat uns vermutlich der Wind in den letzten Tagen einige Stunden an Schlaf geraubt. Wir werden versuchen jetzt etwas Schlaf nachzuholen, aber trotzdem die Stadt Stockholm während den geplanten zwei Tagen ausführlich zu erkunden.
Heute auf den Tag genau sind wir nun 3 Wochen unterwegs und können uns wunderbar damit abfinden, ja wir geniessen unser Reise nach wie vor in vollen Zügen.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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