Mittwoch, 23. September 2009 – Norwegen 2009


Mittwoch, 23. September 2009 – Geilo, Uvdal, Rodberg, Nore, Kongsberg, Notodden, Heddal, Kongsberg, Drammen, Drobak, Strömstad (Schweden)

Jetzt sind wir dort, wo wir eigentlich gar nie hinwollten – wir sind in Schweden gelandet, einige Kilometer von der Grenze entfernt in Strömstad. Der Campingplatz Daftö kann man jedermann nur wärmstens empfehlen: Ein Superplatz mit allem Komfort!

Nun, ich habe euch eigentlich noch versprochen, über die Nacht zu berichten. Wir wissen eines ganz sicher: eine so stürmische Nacht im Wohnwagen/Camper haben wir noch kaum erlebt, weder im Engadin noch sonst wo! Mit mindestens 80 km/h fegte der Sturm wirklich die ganze Nacht das Tal hinunter. Er wirbelte auf dem Camping Stühle umher und brach einige Äste ab. Gegen 23.00 Uhr peitschte noch plötzlich der Regen gegen unser Womo; nachdem es eine halbe Stunde zuvor noch sternenklarer Himmel über uns hatte. Brigitte war bis 01.00 Uhr wach und konnte wegen dem Sturm nicht schlafen. Erst gegen 08.00 Uhr legte sich der heftige Wind langsam, so konnten wir wenigstens den Kaffee trinken, ohne ihn zu verschütten. Die Temperatur war in der Nacht auf unter 5 Grad gesunken und auch am Morgen waren es kaum mehr als 5 Grad. Also nichts wie weg, der Winter rückte uns bedrohlich auf die Pelle!

Wir machten uns auf die Socken und zogen wie die Zugvögel gegen Süden. Auf der Rv40 verliessen wir Geilo in Richtung Kongsberg (160km). Es galt einige Höhenzüge zu überqueren und wir bewegten uns immer so zwischen 600 und 1’000m. 4 km mit 8% aufwärts, dann wieder 4 km mit 8% abwärts, dann wieder hoch und wieder runter. In den Höhen konnten wir bis weit in die Hardangervidda hineinsehen, diesmal von der südlichen Richtung. Wir sind uns nicht sicher, ob wir in weiter Ferne bereits leicht schneebedeckte Hügelzüge gesehen haben. Auf der Strasse waren wir fast allein und kaum mussten wir einen Brummi kreuzen.
Nach einigen dieser auf- und abwärts Bewegungen erreichten wir das schöne und lange Numedalen, das voller Stabskirchen ist. Drei dieser wunderschönen, alten und historischen Stabskirchen haben wir uns angesehen: Uvdaler Kirke, Uvdaler Stavskirke und die Stavskirke von Nore liegen fast direkt an der Rv40. Besonders die Uvdaler Stvskirke liegt wunderschön etwas in der Höhe, wie in einem „Minibalenberg“, von 2-3 alten Heustadeln umgeben. Die Stabskirche von Nore ist über 800 Jahre alt und die paar noch vorhandenen Grab-Eisenkreuze stammen teilweise aus dem 18. Jh. Mit dem Wetter hatten wir Glück, den trotz einigen kleinen Regenschauern schien je südlicher je mehr die Sonne.

In Kongsberg angekommen wechselten wir auf die uns bekannte E134 in Richtung Haugesund und besuchten etwas westlich von Notodden die wohl berühmteste der norwegischen Stavskirken – die Heddal Stavkyrkjre. Sie stammt aus dem 12. Jh und ist mit 20 Meter Länge und 26 Metern Höhe von den noch 28 erhaltenen Kirchen die Grösste und ein wirklich imposantes Bauwerk

Jetzt hatten wir die Wahl der Qual – entweder auf der der RV40 weiter nach Larvik ans Meer und dann weiter nach Kristianssand und mit der Fähre nach Hirtshals (DK) zurück. Oder auf der E134 zurück nach Kongsberg und weiter nach Oslo. Wir entschieden uns für das Zweite und fuhren auf der sehr gut ausgebauten E134 in Richtung Oslo. Kurz nach Drammen nahmen wir die Abzweigung E23 nach Drobak. Wenn man Oslo umfahren und auf kürzestem Weg nach Schweden will, ist das der beste und schnellste Weg (Wegweiser Göteborg/Stockholm). Wir unterquerten für nur nKr. 55.- den Oslofjord in 100m Tiefe und wurden auf der andern Seite automatisch auf die einzige 4-spurige Autobahn E6 geleitet.
Eigentlich wollten wir nochmals in Norwegen nächtigen, konnten aber trotz intensiver Suche auf Neben- und beinahe Forststrässchen keinen der angegebenen Zeltplätze finden. Angeschrieben war alles auch sehr dürftig bis gar nicht mehr und so musste ich mal wieder richtig ausrufen, was von Brigitte mit einem entwürdigenden Blick abgetan wurde. Ja, so sind eben die Männer den Frauen manchmal fremd.
Im ADAC Führer fanden wir dann zuletzt diesen schön an einem Meeresarm gelegenen Zeltplatz, zwar etwas spät (19.30 Uhr) aber lieber spät als gar nie.

Einen ganz speziellen Gruss geht an Maya und Thomas. Wir wünschen Maya recht gute Besserung für ihren Fuss, und hoffen dass es bald wieder besser geht.

Für Werni und Rosmarie wünschen wir weiterhin gute Fahrt in Afrika mit dem geflickten Auto. Was macht man eigentlich 5 Tage und 5 Nächte in einem Buschhotel in der Pampas, wenn man nicht mehr soooo jung ist ??

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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