Samstag, 19. September 2009 – Norwegen 2009


Samstag, 19. September 2009 – Bergen, Floyen

Wir freuen uns auf einen wolkenlosen, blauen Himmel über Bergen – der Wetterbericht hat am Vorabend dies angekündigt. Als wir am Morgen die Rolläden heraufziehen….. trübe Wolken, nebelverhangene Berge…. Bucheli vom Meteo lässt grüssen….! Trotzdem sind wir voller Tatendrang und schnell sind wir auf den Beinen, der Bus fährt um 09.30 Uhr. Plötzlich reisst es über uns auf, die Wolken verziehen sich und blauer Himmel wird überall sichtbar.

Der Bus kommt pünktlich und fährt uns in die City von Bergen. Was sich übrigens einige Zürcher-Buschauffeure als Vorbild nehmen können: Die norwegischen Chauffeure warten auf rennende Gäste, auch wenn sie noch weit weg sind!

So schnell wie das schöne Wetter gekommen ist, geht es auch wieder. Dunkle Wolken folgen schubweise vom Meer und eine graue Regenwand lässt sich über Bergen nieder…Schei….! Ueber 300 Tage Regen in Bergen hat man in der Unterlagen lesen müssen. Es scheint sich zu bewahrheiten, denn schon bald spüren wir einen feinen, leichten Nieselregen. Also zuerst ab ins Kaffee und abwarten. Es ändert sich trotz Kaffee nichts, dann gehen wir eben so auf die Gasse. Der Fischmarkt ist gross und überall werden fangfrische Fische, Krabben, Crevetten, Lachs und anderes Meergetier angeboten. Wie in jeder Hafenstadt im Norden, pulsiert das Leben rund um das Hafenbecken, so auch in Bergen. Wir sehen uns das Weltkulturerbe „Bryggen“ mit seinen farbigen Häusern an, gehen zur berühmten Marienkirche und schlendern in den alten Gassen herum. Gegen Mittag genehmigen wir uns ein schmackhaftes Crevettenbrötli, mmmhhhh so fein. Dann darf natürlich auch eine Fahrt auf den Hausberg von Bergen, dem Floyen nicht fehlen. Das Wetter hat sich inzwischen leicht gebessert, wir können bis in die Schären sehen. Die Aussicht über die Stadt ist wirklich prächtig, vergleichbar mit dem Blick vom Uetzgi über Zürich.
Wir sind wieder zurück auf dem Fischmarkt und ein weiteres Crevettenbrötli ist nun angesagt. Plötzlich reisst der Himmel wieder auf und die Sonne lacht vom Himmel. Mit dem Brötli in der Hand spurten wir zum Stadtteil Bryggen und wir haben Glück – die Sonne scheint auf die verschieden farbigen Häuser. Mit Sonne ist einfach alles doppelt so schön.
Gegen 17.00 Uhr suchen wir uns den Bus 100 zur Rückfahrt. Doch der 100-er fährt brav an uns vorbei und die Informationen am Bushäuschen sind mehr als dürftig. Nachdem ich einmal mehr kräftig über die norwegischen ÖV ausgerufen habe, zerrt mich Brigitte zur Touri-Info. Auch die nette Dame an der Info scheint Mühe zu haben, doch nachdem sie einige ausgedruckte Formular in den Papierkorb geworden hat, gibt sie uns schliesslich einen Plan. Ahha, erstens hält der Bus nicht mehr dort, wo wir ausgestiegen sind, zweitens fährt jetzt der Bus 22, 23 oder 24 und drittens heisst er beim Umsteigen nicht mehr 390 sondern 900….andere Länder, andere Sitten! Wir schaffen den Heimweg und der Anschluss in Nesttun klappt vorbildlich, der Anschlussbus wartet gleich vor uns.
Der Camingplatz Lone in Haukeland ist, wie könnte es anders sein, an einem kleinen See gelegen. Er ist absolut ruhig, gut und sauber eingerichtet. Die Kosten halten sich im üblichen Rahmen: 1 Womo, 2 Personen mit Strom für nKr. 230.-, Dusche extra für nKr. 10.-, leider kein eigener Hotspot. Ich werde mir morgen Sonntag in Bergen in Internet-Kaffee suchen.
Welche Überraschung, am Abend stand neben uns ein Zürcher Womo. Natürlich haben wir zusammen mit Thomas und Maja aus dem Zürcher Oberland am Abend gemütlich bei einer Flasche Wein über Reiserouten und vieles mehr gesprochen. Wieder ging ein interessanter Tag zu Ende.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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1 Antwort zu Samstag, 19. September 2009 – Norwegen 2009

  1. Esthi und Roman sagt:

    Liebs Gotti, Lieber Markus
    Es tönt heimelig was ihr hier schreibt, auch wir haben bei unserem Besuch in Bergen auf dem Campingplatz „Lone“ genächtigt, direkt am erwähnten See. Einziger Unterschied, wir hatten in Bergen schönes Wetter. Ich freu mich auf jeden Bericht, schön von Euch aber auch von Norwegen zu hören. Weiterhin gute Reise und viele erlebnisreiche Momente.
    Esthi und Roman

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