Freitag, 18. September 2009 – Norwegen 2009


Freitag, 18. September 2009 – Odda, Fähre Utne-Kvanndal, Fähre Bruarvik-Brimnes, Voringsfossen, Hardangervidda, Bergen

Das Wetter ist besser als erwartet, je länger wir auf der Piste ist, je schöner wird es und bald lacht die Sonne.
Eigentlich wollten wir heute mit der Mägelitoppbahn auf die Hardangervidda zum wandern, doch leider ist die Bahn defekt. Deshalb entschliessen wir unsere Reise fort zu setzen.
Da ein kleines Teilstück der Rv13 am Eidfjorden infolge Bauarbeiten geschlossen ist, müssen wir einen grösseren Umweg mit 2 Fähren in Kauf nehmen. Wir fahren also auf der Rv550 von Odda dem Sorfjorden entlang bis zur Fährstation Utne. Entlang dieses Fjordes hat es auf beiden Seiten riesige Obstkulturen, man spricht von über 500’000 Apfelbäumen. In Utne überqueren wir mit der Fähre den Hardangerfjord nach Kvanndal (nKr. 102.-).

Weiter fahren wir auf der Rv7 dem Granvinfjorden entlang nach Granvin, durchqueren einen über 7 km langen Tunnel und kommen am Eidfjord heraus. In Bruarvik endet die Rv7 am Wasser – wir haben Glück die Fähre nach Brimnes steht schon bereit. Aber über 50 Autos, 4 Womos und 3 Trailer warten schon; reicht es auch für uns. Kein Problem stellen wir beruhigt fest, die meisten Autos werden ins Unterdeck dirigiert, während wir mit den schweren Brummis auf das Hauptdeck beordert werden. Ich kann noch jetzt nicht nachvollziehen, wie das Fährpersonal die Preise macht. Haben wir für eine 20-minütige Fährüberfahrt nKr. 102.- bezahlt, müssen wir für nur 10 Minuten gleich nKr. 218.- berappen – unlogisch! Was soll’s es sind Ferien und wir wollen den Voringsfossen, den berühmtesten norwegischen Wasserfall mit einer Fallhöhe von 178m sehen. Wir folgen weiterhin der Rv7 in Richtung Geilo bis zum Voringsfossen…… und sind von dem Wasserfall enttäuscht! Auch der Voringsfossen dient leider schon längst der Stromproduktion und nur im Sommer bietet er den bekannten gewaltigen Anblick, den Rest des Jahres ist die Wassermenge leider stark eingeschränkt. Wenn es schon DER norwegische Wasserfall schlechthin ist, frage ich mich ob es nicht möglich wäre, wenigstens 1-2x pro Tag etwas mehr Wasser hinunter laufen zu lassen.

Doch wenn wir schon hier sind, wollen wir noch den Dyranutpass (heisst er wirklich so??) unter die Räder nehmen. Obwohl die Passhöhe „nur“ auf knapp über 1’000 m liegt, ist es ein Pass mit langen 8% Steigungsstrecken und ein weiterer Kehrtunnel wurde von uns erkannt. Eine traumhafte Bergstrecke, links und rechts die weite, fast unendliche Hardangervidda mit einer wunderschönen Flora in den verschiedensten Herbstfarben. Dahinter leuchtet majestätisch der mächtige Hardanger-Jokulen, der wie eine eisige Kappe über eine grosse Hochebene gezogen ist. Wir können fast nicht genug von dieser eindrucksvollen Landschaft bekommen, immer wieder suchen wir Ausweichstellen und halten die Bilder im Fotoapparat und der Filmkamera fest.

Jetzt heisst es 180 Grad zurück, wieder mit der Fähre ans andere Ufer. Dort treffen wir wieder auf die Rv13, die von Odda her kommt und fahren in Richtung Voss. Wir wollen uns noch den Espelandfossen ansehen. Ein wirklich schöner eindrücklicher Wasserfall – leider gibt es keine Anhaltemöglichkeiten oder wir haben sie nicht gefunden. Da es bereits nach 16.00 Uhr ist und wir gehört haben, dass das Wetter über das Wochenende auch in Bergen schön sein soll, ändern wir kurzfristig unser Programm und fahren weiter bis Voss. Dort wechseln wir auf die E16 nach Bergen. Der Verkehr aus Bergen kommend, lässt uns staunen – in der nächsten Stunde kommt uns eine Kolonne von Autos, Womo, Wohnwagen und natürlich Lastwagen entgegen. Es scheint, dass halb Bergen ins Weekend in die Berge flüchtet – so haben wir sicher Platz genug für uns. Diese Strecke ist sehr gut ausgebaut, meist mit 80 km/h befahrbar und besteht zu 80% aus Tunnelstrecken.
Bei strahlendem Wetter sind wir auf dem gut eingerichteten und an einem kleinen See gelegenen Campingplatz „Lone“ in Haukeland (Vorort von Bergen) eingetroffen.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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