Norwegen 2009 – Montag, 14.09.2009 Prekestolen


Montag, 14. Sep. 2009 – Prekestolen-Wanderung

Traumhaftes Wetter mit einer strahlenden Sonne erwartet uns bereits am frühen Morgen. Schnell im Womo alles fest gezurrt, Frischwasser aufgefüllt, Abwasser entsorgt, uns vom Abfall entledigt und ab geht die Post.
Auf der E39 geht es einige Kilometer zurück in Richtung Kristiansand, dann nach Sandnes wechseln wir auf die RV 13 und fahren bis zur Fährstation Lauvvik. Man fährt auf der Strasse, dann plötzlich kommt ein Schild „Billeter 600m“, man durchquert die Zahlstation (ist nur in der Hochsaison und am Sonntag in Betrieb) und einige Meter später steht man in der Kolonne und wartet auf die Fähre. Wäre man falsch, gibt es kaum eine Möglichkeit zu wenden.
Nur 5 Minuten später erscheint die Fähre Lauvvik – Oanes. Autos raus, Autos rein – es geht im Eilzugtempo. Für 10 Minuten Überfahrt bezahlen wir nKr. 165.- (sFr. 32.-), ein stolzer Preis, wenn man an unsere Fährpreise Horgen-Meilen denkt! Die Fähre ist gross und links und rechts sogar 2-stöckig, ich schätze so 60-70 Pw’s.
Weiter geht es auf der RV 13 in Richtung Jorpeland, dann auf einer Nebenstrasse zur Prekestolenhytta hinauf. Die Strasse ist in gutem Zustand, wie die meisten bis heute gefahrenen Strassen. Auf dem grossen Parkplatz ist genügend Platz vorhanden, er ist nach Fahrzeugkategorien unterteilt. Die Preise sind einmal mehr beachtlich, ob Pw, Camper oder Car – alle bezahlen nKr. 80.- !

Jetzt werden die Wanderschuhe montiert, der Rucksack mit Getränk und Windjacke beladen, die Stöcke eingestellt und aufwärts geht’s. Der Weg ist gut beschildert und bei Abzweigungen sind übersichtliche Wegweiser montiert. 2 Stunden Wanderzeit pro Wegstrecke ist angegeben, was sich später als richtig erweist.
Steil führt der Weg dem Berghang entlang und man gewinnt schnell an Höhe und bald ist die Sicht über die ganze Fjordlandschaft von Stavanger frei. Vor allem über grosse und kleinere Steine geht es, dann über kleine Brücken und auf Holzstegen über Moorlandschaften. Mal Weg, mal Bach, mal über grosse abgeschliffene Steinplatten, durch lichte Birken- und Buschlandschaften geht es aufwärts, dann wieder abwärts. Auf halbem Weg durchwandert man eine kleine Seenplatte, die sich für Nichtgfrörlige zum baden einladet. (wir haben nur 1 Person gesehen)
Bei steil abfallenden Felswänden ist der Weg gut durch Eisenketten und Brücken mit Geländer gesichert.
Nach fast genau 2 Stunden erscheint die majestätische hoch über dem Lysefjorden auf 604 m gelegene Prekestolen. Das Blut gefriert einem fast in den Adern, wenn man langsam bis an den Rand geht. Die letzten 2 Meter kriechen die weniger Wagemutigen auf den Knien, dann legt man sich auf den Bauch und schaut in die Tiefe…..Die Platte ist leicht überhängend und mit einer Spalte vom Berg getrennt. Geologen schätzen sie trotzdem als sicher ein…..hoffen wir es! Es wäre doch ein weiter Weg in den 600 m darunter liegenden Fjord, der nochmals 350 m tief ist.
Ein grandioser Ausblick in den 40 km langen Fjord bis Lysebotn, der links und rechts von steilen Felswänden umrahmt ist. Das Wetter ist ebenso phantastisch – keine Wolke lässt sich am Himmel ausmachen.
Nach 30-minütiger Rast kehren wir auf dem gleichen Weg zurück. Nach weiteren 2 Stunden Wanderung über Felsblöcke sind unsere Kniegelenke froh, dass sie sich auf dem Liegestuhl etwas ausruhen können.
Jetzt sind wir bei rund 17 Grad und Sonnenschein vor dem Womo auf dem wunderschön gelegenen Camingplatz Prekestolen. Brigitte hat das erste Mal gewaschen je nKr. 80.- (sFr. 15.-) für 1 x waschen und 1 x tumblern , eigentlich wollten wir keine Anteile an der Maschine kaufen……!!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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