Norwegen 2009 – Samstag, 12.09.2009


Samstag, 12. September 2009 – Einkaufstour

Ja, ein Zeltplatz der seinesgleichen sucht…. ein wahrer Grossstadt-Zeltplatz. Gleich neben einer 4-spurigen Strasse geht es rechts hinunter. Zwar am Mosvatn (Vatn =See) eigentlich schön gelegen und mit alten Bäumen und grünen Grasflächen. Doch auf die Wiesen darf man nicht, angeblich sei es zu nass. Es stehen Kiesplätze oder Strässchen zur Verfügung, wo man das Womo einfach hinstellt, wie es gerade kommt. Kleine Bungalows am Rande des Platzes machen viel Autoverkehr. Zudem gehen kreuz und quer Rad- und Joggingwege durch den Platz. Es ist also auch in dieser Hinsicht für regen Verkehr gesorgt. Die Waschanlage ist alt aber sauber, Hotspot kennen sie noch nicht hier, man muss ganz nah an die Reception sitzen, damit man Empfang hat – immerhin sind die paar Tische überdacht! Eine Waschküche hat es, die Maschinen sind sogar relativ neu, doch die Preise bringen einem fast dazu, die Unterhosen nochmals anzuziehen: pro Waschgang oder Tumbler nKr. 40.- = sFr. 7.-!!

Allgemein sind die Preise der Oelstadt Stavanger sehr hoch. Der Kaffee ist ab sFr. 6.- zu haben, das Busticket für eine Fahrt von ca. 8 Minuten in die Stadt kostet einmal nKr. 12.- (sFr. 2.-), das andere mal gleich nKr. 24.- (sFr. 4.-).
Eine 3-stündige Bootsfahrt auf dem Lysebotn gleich mal satte nKr. 360.-, das sind doch rund sFr. 65.- !
Noch etwas zum Busbetrieb von Stavanger: die Informationen sind sehr dürftig. Als Tourist hat man grosse Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden. Jegliche Informationen im Bus über Haltestellen, Fahrpreise fehlen, Stationen werden nicht ausgerufen, die Busse kommen und fahren wie es eben kommt. So hatte der Bus gleich über 20 Minuten Verspätung, dafür kam er beim Heimweg 15 Minuten zu früh.

Nun aber noch etwas zum heutigen Tag.
Nachdem sich Markus ziemlich laut Luft gemacht hat, über die defekte Heizung und unsere Stimmung nicht gerade die Beste war, beschlossen wir einen Fabrikladen in Sandnes aufzusuchen. Markus wollte eine Wolldecke (ohne Womo-Heizung!) und ich ev. eine gefütterte Norwegerjacke kaufen. Welch ein Reinfall. Den Fabrikladen haben wir zwar Dank GPS gefunden, kaufen konnte man dort fast alles für die Küche; Pfannen, Geschirr, Küchenutensilien usw. Dann gab es eine grosse Abteilung für Wolle und eine kleine Ecke mit Jacken und Pullover. Decken fanden wir keine einzige. Wir fuhren weiter zum nächsten Laden in Gjestal. Dieser macht gross Reklame für Jacken Pullis und Decken. Jacken und Pullis gab es, jedoch nur in den Grössen XL und XXL. Norwegerdecken fanden wir keine, dafür wieder viel Wolle. Vielleicht müssen wir eben selber stricken.
Am gestrigen Tag hatten wir bei Byrkjedal einen Souvenirshop besucht, der nebst Kerzen und vielem anderen auch Decken, Jacken, Fellschuhe (solche hatte ich als Kind einmal) und Mützen anbot. Da wir nun schon so weit gefahren waren, beschlossen wir, dahin zurückzukehren. Endlich kam nun Markus zu seiner Decke, ich zu einem warmen Halstuch und das Womo zu einem Rentierkleber.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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