Norwegen 2009 – Dienstag, 08.09.2009


Dienstag, 8. September 2009
Nach dem eher geruhsamen Legoland-Tag, haben wir heute wieder über 300 km vor uns. Wir haben beide schlecht geschlafen – war es der Wind oder die plötzliche Wärme draussen? Die Temperatur in der Nacht sank nicht unter 16 Grad und am Morgen war es schon gegen 20 Grad!
Morgenessen, Frischwasser bunkern, Abwasser ablassen und dann auf die Strasse – genau, Richtung Norden geht’s. Wir nehmen zuerst die 18 nach Herning-Holstebro, später die 11 alles mehr oder weniger der Norseeküste entlang. Links und rechts schlängeln sich Meeresarme weit ins Land hinein und geben immer wieder eine fotogene Kulisse ab. Eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Kuhweiden, dann wieder Pferde, grössere Wälder und oft kilometerlang kaum ein Haus. Brigitte hat ihre zweite Camper-Fahrstunde genommen und prompt kam ihr schon nach zwei, drei Kilometer ein Lastwagen auf unserer Spur entgegen. Es dauerte sehr sehr lange, bis er endlich den anderen Lastwagen überholt hatte und kurz vor uns wieder einscherte.

Kurz nach Aalborg kommen wir auf die Autobahn E39, jetzt geht es schnell dem nördlichen Punkt Dänemarks entgegen. Links und rechts der Strasse sind jetzt nur noch mit Gras überwachsene Sanddünen und weit in der Ferne der grosse Leuchtturm von Skagen zu sehen. Da vorne muss es sein, die letzte Sandbank die die Nordsee von der Ostsee teilt. Noch über eine letzte kleine Anhöhe und …. ein grosser Parkplatz mit einem Ticketautomaten. Es ist nicht anders als in der Schweiz, Geld nehmen sie überall wenn es etwas zu sehen gibt. 10 Kronen in den Automaten und dann auf die Düne „Greenen“. Ein wunderschöner Ausblick auf die beiden Meere, die Ostsee rechts von uns und die Nordsee auf der linken Seite. Ein für die Schifffahrt wichtiger relativ schmaler Seeweg, wir sehen 7 Schiffe. Mit einem Traktor mit Anhänger fahren wir bis auf die äusserste Sandbank hinaus. Jetzt ein Fuss rechts in die Ostsee und links in die Nordsee und irgendwo hinter der Erdkrümmung Norwegen. Es ist kaum zu glauben, aber die Nordsee ist etwas wärmer…. weshalb auch immer! Die Meere kämpfen gegeneinander, die Wellen schlagen hoch gegeneinander auf – ein sicher seltener und interessanter Anblick. Jetzt sind wir auf dem Zeltplatz von Skiveren und sitzen um 19.00 Uhr noch vor dem Womo und essen hemdärmlig Z’nacht.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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