Woche 3: Bolungarvik – Skjöldur

waterfallWer hämmert dann so an unserem Zelt heute Morgen Dienstag in Bolungarvik. Diesmal sind es nicht die leibhaftigen Isländer sondern einfach Sturm und Regen. Wettermässig werden wir so unvermittelt in die Zeiten von Walfang im Nordatlantik zurückgeworfen, als bis 1941 mit kleinen Ruderbooten von hier aus Fischfang – und dazu gehörte auch der Wal – betrieben wurden. In Osvör – gleich ausserhalb von Bolungarvik – hat es so ein kleines Fischerdorf wo man noch heute nacherleben kann wie die Fischer – meist Männer mit einzelnen Frauen – gelebt haben.

Bei Windstärke 5 und etwa 8 Grad essen wir gemütlich im Zelt „Z’morge“. Heute gibt es Müsli mit Milch und Käse. Dazu einen heissen Kaffe oder zwei und einen in einem Netz eingebundenen Apfel. Gestern im Bonus zwei Stück für IKr 159.- gekauft.

Nachdem wir noch die Wetterprognosen in Isafjördur vorne überprüft hatten, entschlossen wir uns über Gemlufallfheidi nach Pingeyri (schöner Campingplatz neben modernem Bad, vollgetankt) die 80 km Naturstrasse zum Dymjandi-Waterfall nach Brjanslaekur unter die Räder zu nehmen. Hier soll es eine Fähre über den Breidyfjördur nach Stykkisholmur geben.

Beim Dymjandi-Waterfall – mit 100 Meter Fallhöhe der höchste von Island – ist beeindruckend. Er hat uns gar noch besser gefallen als der Dettifoss. Am Fusse hat es einen Rastplatz. Von hier aus kann man auf einem Bergweg noch 90 Meter höher steigen bis zum Fusse des gewaltigen Wasserfalles.

Für die Breidyfjördur-Fähre wird ein Ticket benötigt, das wir aber leider noch nicht haben. Heidy’s Telefon an die Gesellschaft ist erfolgreich und so stehen wir bereits auf einer ausgedruckten Liste als wir eine Stunde später im „Hafenbüro“ das Ticket abholen und bezahlen können. Auf dem Visabeleg ist gar der Betrag in CHF 101.- eingetragen.

Um 2200 Uhr in Stykkisholmur angekommen und nach Hotel’s Ausschau gehalten. Leider vergeblich (ausgebucht) und so fahren wir einfach weiter Richtung Süden. Bei Skjöldur einen Campingplatz gefunden wo wir in der Turnhalle für IKr. 3000.- übernachten können. Ein junges Paar aus Frankfurt hat uns um 2300 Uhr in die Turnhalle „gelockt“, wo wir zwar trocken aber etwas teuer gut geschlafen haben. Gegenüber den IKr 29’000.- im Hotel in Stykkisholmur aber immer noch sehr günstig.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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